KielGold - Kiel die „Goldene Stadt“ am Meer
(Fortsetzungsroman)

Mehr Abstand – mehr Akzeptanz der Windkraftanlagen?
- in Kiel kam man zu einer anderen Lösung
Da seht ihr "unsere" Windkraftanlagen,“ rief Anna erfreut mit Blick auf die Windkraftanlagen im Kieler Hafen, wo sie und Hans gerade mit Onkel Fritz und Tante Gerda einen Kieler Woche Spaziergang an der Kiellinie machten. „Daran haben wir Anteile erworben, so können wir das Klima schützen und verdienen sogar noch Geld damit!
Wenn unsere Mühlen sich drehen, liefern sie mir Strom ins Haus, zum Backen, Waschen, Kochen, und heizen tun wir damit auch. Und immer als umweltfreundliche Energie. Die kann ich jetzt ohne schlechtes Gewissen genießen. CO2 frei und ohne atomare Gefahren. Deshalb befürworte ich jetzt auch Windenergieanlagen in unserer Nachbarschaft.

Sie sind ökologisch sinnvolle Energieerzeugungsanlagen vor Ort, einen besseren Klimaschutz als die Erzeugung von Strom aus Wind und Sonne gibt es nicht“ versuchte Hans zu ergänzen, „und da wir in den Planungsprozess eingebunden wurden, konnten unsere Wünsche und Einwände berücksichtigt werden.
So wurden die Kieler Windkraftanlagen statt in einem Landschaftsschutzgebiet nun im Industriegebiet, mitten im Kieler Hafen, gebaut.
Und sie sind sogar gut für den Fremdenverkehr. Sowie die Touristen in Dubai die Wolkenkratzer bewundern, sind es in Kiel nun die Riesenwindmühlen.

Ja! Es gibt schon erstaunliche Entwicklungen!“ bemerkte Anna ganz stolz.
...

Windkraftanlage Gemeinschaftskraftwerk_Baugemeinschaft-Kiel.jpgWindkraftanlage Gemeinschaftskraftwerk Kiel
(Blick vom
Schleswig-Holsteinischen Landtag)

Windkraft direkt in der Stadt?
Windkraftanlagen waren in der Vergangenheit nicht überall gern gesehen. Windkraftgegner monierten zu geringe Abstände zur Wohnbebauung, die zunehmende Höhe der Anlagen und die Betriebsgeräusche.
Es entstand ein Akzeptanzproblem. Sollte dies durch mehr Abstand gelöst werden?

In Kiel kam man zu einem anderen Ergebnis:
In doppeltem Sinne dichter ran an den Bürger.
Durch leise Windkraftanlagen in Sichtweite und mehr Bürgerbeteiligung.

Dazu kam eine neue Förderung:
Bisher konnten schon viele Haus- und Grundbesitzer mit geförderten Windkraft- oder Photovoltaik-Anlagen auf ihren eigenen Grundstücken an der Energiewende partizipieren.
Doch ein Großteil der Bürger, z.B. die Mieterhaushalte, blieben jedoch bei der Förderung außen vor.

Die Nullzinspolitik des Staates führte bei den Sparanlagen zu deutlichem Wertverlust. Vorteile davon hatten besonders der Bund und die Länder, deren Schuldenlast stark geschrumpft ist.
Nun hat der Bund durch eine stärkere Unterstützung des EE-Sparens einen Teil dieser Vorteile wieder an die benachteiligten Sparer zurückgegeben.

Mit staatlicher Förderung erfolgreich Wahrnehmung verändern
Das Erneuerbare-Energie-Bürgerbeteiligungsgesetz in Schleswig-Holstein führte zu mehr Gerechtigkeit und einer anderen Wahrnehmung.
Wer noch keine Geldanlagen in Erneuerbarer Energie hatte, konnte sich nun an solchen Projekten in seiner Kommune beteiligen. Die Förder Bank bot ein Erneuerbare Energie Sparbuch an. Dies war staatlich gefördert und abgesichert - und brachte Zinsen.

So ergab sich ein ganz neuer Akzeptanzgrad, z.B. für die Windkraftanlagen im Kieler Hafen.
Die Windkraftanlagen mit 220m Höhe können von fast überall in Kiel, von der Wohnung oder dem Grundstück aus gesehen werden – und bringen sich so immer wieder positiv in Erinnerung.
Die Veränderung des Landschaftsbilds ist keine Beinträchtigung mehr, stattdessen sind die Windkraftanlagen der Klimaschutzstadt Kiel das Wahrzeichen für Erneuerbare Energie.
Sowie in Dubai die Touristen die Wolkenkratzer bewundern, sind es in Kiel die Riesenwindmühlen.
Die Akzeptanz der Windkraft wächst, in Kiel hat man sich an die Rotoren in der Stadt gewöhnt.
...

Windkraftanlage Buerger-Energiepark_Baugemeinschaft-Kiel.jpgWindkraftanlagen Bürger-Energiepark Kiel
(Blick vom
Schleswig-Holsteinischen Landtag)

Die Windkraftanlagen
Die sieben seinerzeit größten und leistungsfähigsten Windkraftanlagen Vestas V164-8.0 wurden im Kieler Industriehafen auf dem Ölberg, auf dem Gemeinschaftskraftwerk (anstelle des 129,5m hohen Schornsteins) und vor dem Ostuferhafengelände sowie neben der Mole des ehemaligen Marinearsenals gebaut. Zwischen dem 110m hohen HDW Kran und dem Wärmespeicherturm zeigt die Landeshauptstadt Kiel hier ihre neue Industriekultur: Erneuerbare Energie und Wasserstoffwirtschaft.
Bei einer Turmhöhe von 140m und einer Rotorblattlänge von 80m blieb der Schiffsverkehr uneingeschränkt möglich. Mit einer Nennleistung von je 8 MW konnten allein diese 7 Anlagen die Grundlast der Kieler Stromversorgung decken.

Das ist ja wirklich beeindruckend. Kiel präsentiert sich damit als energetisch vorbildliche Stadt und tut was gegen den Klimawandel. Aber warum eigentlich Bürgerbeteiligung? Warum überlässt man das Thema nicht den Stadtwerken? Die kennen sich doch damit aus!“ wollte Onkel Fritz wissen.
„Miteigentum an der Energieerzeugung schafft ein anderes Bewußsein. Aber das können wir am besten bei einem Glas Wein im Louf diskutieren.“
sprach Anna und schaute noch einmal zu ihrer Windmühle.

>>> zum Inhaltsverzeichnis


Stadtführungen

Bauen

Wohnen

Kontakt

Impressum

Startseite > Kiel die Goldene Stadt am Meer > GS_Windkraftanlagen_mehr_Akzeptanz_Baugemeinschaft-Kiel161104
Alle Angebote freibleibend und unverbindlich