Kiel - die „Goldene Stadt“ am Meer
(Fortsetzungsroman)

Die Kieler Förde S-Bahn Ost – Kai-City, HDW, das Marine Wasserstoffarsenal,
die Technische Fakultät, Geomar und die Goldene Fachhochschule Kiel

Lass uns mal wieder ins Kino gehen. Ich hab' gehört auf dem Ostufer gibt es ein 3D-Kino, Mediendom oder so ähnlich, mit Musik von Pink Floyd, kennst du das?“ Hans schaute Anna erstaunt an.„ Das können wir gerne machen,“ antwortete er, „das ist ein total starker Film, du wirst überrascht sein! Das ist in Dietrichsdorf, da können wir die S-Bahn nehmen!“.
Als der goldene Zug um Viertel nach Sieben den Kieler Hauptbahnhof verließ, wurden sie mit leichtem Druck in die Sitze gepresst. Hans lehnte seinen Kopf an Annas Schulter. Gedankenversunken schaute er auf den Linienplan der an der Decke.

"Kieler Förde S-Bahn Ost", stand da zu lesen.(Zum Übersichtsplan Stadtbahn Stadtregionalbahn).


Kieler-Förde S-Bahn Ost Baugemeinschaft-Kiel
Kieler-Förde S-Bahn Ost (Teilstück Kiel)


Gleich hinter der Gablenzbrücke fuhr der Zug links ab, auf die alte Werftbahntrasse. Da vorne war früher der Werftbahnverlag, bekannt durch seine Werner Comics. Und links liegt das schönste Kieler Schwimmbad.

Gaarden-West, Kai-City
Nächster Halt: Gaarden-West, Kai-City“- Die Ansage aus dem Zuglautsprecher klang etwa wie Hamburg Hafen City mit Central Park.
Hier links in der Kieler Kai-City, wo einst das industrielle Herz der Kieler Schiffbauindustrie schlug, hat die Stadt die bekanntesten Softwareschmieden und Telekomdienstleister angesiedelt. Nach rechts geht's ins alte Arbeiterviertel Gaarden, das sich zu einem der schönsten Stadtteile Kiels gemausert hat.

Gaarden-Nord, HDW
Nächster Halt: Gaarden-Nord, HDW“
Was heißt HDW noch?“ Anna brachte Hans in die Realität zurück.
HDW in Kiel ist Geschichte“ antwortete er.
HDW, das stand einst für die Howaldtswerke-Deutsche Werft GmbH.
Ein Schiff im HDW Trockendock - schoß es Hans durch den Kopf - gewaltig anzusehen, die Arbeit aber laut und staubig, im Winter kalt, im Sommer heiß, schlechte Luft, schlechtes Licht, Gerüche, Enge, Kabel und dicke Schläuche in den Gängen. Hohes Unfallrisiko. Das war damals ein harter Job!
HDW war die größte deutsche Werft und zählte zu den wichtigsten Arbeitgebern in Schleswig-Holstein. Die Werftenkrise führte zu starkem Personalabbau. Seit 2011 war die Werft geteilt in den so genannten Sonderschiffbau für die modernsten Brennstoffzellen-U-Boote unter ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) mit 2000 Angestellten und den zivilen Rest unter Abu Dhabi MAR (ADM), damals mit nur noch 400 Mitarbeitern. Heute wieder mit stark steigender Tendenz.
Die Klimakatastrophe und die Energiewende haben es mit sich gebracht. Seit 2014 durften viele Schiffe nicht mehr mit Schweröl fahren. Wer sich's leisten konnte, ließ seine Schiffe bei ADM umrüsten auf innovativen Wasserstoffantrieb made in Kiel. Da kommt nur noch Wasserdampf aus dem Schornstein.
Nun fährt die Bahn in Richtung Kieler Förde, zum ehemaligen Marinearsenal.

Ellerbek-Nord, Marines Wasserstoffarsenal, Green Shipping
Nächster Halt: Ellerbek-Nord, Marines Wasserstoffarsenal“
Nach der Verlegung nach Wilhelmshaven
wurde das Marinearsenalgelände zum marinen Arsenal der Wasserstoffanwendungen für umweltfreundliche Schifffahrt (Green Shipping). Vorreiter war Niedersachsens Forschungszentrum. Alles was mit Schiff, Maschine, Meer und Wasserstoff zu tun hat, ist hier hierher gezogen. Zwischen der Technischen Fakultät der Universität und dem Geomar Forschungszentrum hat sich hier die Kieler Wasserstoffindustrie für marine Anwendungen angesiedelt. Von hocheffizienten, mit Überschuss-Ökostrom betriebenen Wasserstofferzeugern, bis zu Hochleistungs-Brennstoffzellen für elektrische Schiffsantriebe wird hier alles für die marine Wasserstoffwirtschaft entwickelt und produziert. Die Neuentwicklung der marinen Wasserstoffanwendungen wurde von der
now-GmbH gefördert, und war für die Kieler Industrie ein Erfolgsmodell: Angesichts der Lage Kiels als Tor nach Skandinavien mit Zugang zum gesamten Ostseeraum hat die Kieler Industrie davon stark profitiert.

Kybernetiker_Geomar_140618 in Kiel Baugemeinschaft-Kiel.de
Kybernetiker vor Geomar in Kiel
(Kunstdruck auf Leinwand)

Wellingdorf-Nord, Seefischmarkt-Geomar
Nächster Halt: Wellingdorf-Nord, Seefischmarkt-Geomar“
1948 wurde auf dem ehemaligen Werftgelände an der Schwentinemündung der Kieler Seefischmarkt angesiedelt. Heute gibt es auf dem Seefischmarkt nur noch eine kleine Fischindustrie, jedoch wird der Standort aber vielfältig genutzt.
So ist dort das weltweit bekannte Forschungszentrum GEOMAR zu finden (Seit dem 01.01.2012 wurde aus dem Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) das GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel).
Nach der Einfahrt in den Schwentinetunnel unterquert die S-Bahn mit leisem Rauschen den Schwentinehafen, wo vor Geomar die modernsten Forschungsschiffe der Welt anlegen!

Dietrichsdorf-West, Ostuferhafen, Fachhochschule
Nächster Halt: Dietrichsdorf-West,Ostuferhafen, Fachhochschule– Dieser Zug fährt weiter Richtung Laboe“
Nach links zum Ostuferhafen, nach rechts zur Fachhochschule Kiel, zeigt das Schild auf dem Bahnsteig.
Mit S-Bahn, Bus, Fördedampfer und Kieler-Förde-Tunnel ist Dietrichsdorf aus allen Richtungen gut erreichbar.
Der Ostuferhafen ist der größte Kieler Fracht-und Passagierhafen für die RoRo-Fährschiffe nach Russland und in die Baltischen Staaten.
Die Fachhochschule Kiel ist eine von drei Hochschulen in der Landeshauptstadt Kiel. An ihr studieren zur Zeit etwa 7000 Studenten. Die Fachhochschule Kiel besteht aus den Fachbereichen: Agrarwirtschaft, Informatik und Elektrotechnik, Maschinenwesen mit Offshore-Anlagentechnik, Medien, Soziale Arbeit, Gesundheit und Wirtschaft.
Weit über Kiel hinaus bekannt ist der Mediendom der Fachhochschule. Für Studierende des Studiengangs Multimedia-Produktion gehört die Erforschung und Entwicklung von Virtual-Reality-Effekten für die 360°-Projektionskuppel des Mediendoms fest in den Lehrplan.
Hier werden die Gäste in bequemen Liegesesseln zu den Sternen geschickt. Weil die Projektionsfläche der Kuppel das gesamte Gesichtsfeld füllt, sieht man die Grenzen zwischen Wirklichkeit und virtueller Realität verschwimmen. Dazu satter Sound, der die Bauchdecke zum vibrieren bringt und das Gefühl der Schwerelosigkeit aufkommen lässt.

Anna und Hans ergatterten gerade noch zwei Karten für den Mediendom und genossen dann entspannt zwei Stunden Pink Floyd in 3D.
Nach der Vorstellung kamen die beiden mit zittrigen Beinen langsam zurück auf die Erde.
„Jetzt weiß ich auch warum die Fachhochschule den Mediendom hat,“ begann Anna „ hier wird gutes Kino und Wissenschaft unterhaltsam rübergebracht und man kann eventuell sogar den Sinn des Lebens finden. Das war ein schönes Erlebnis das richtig ans Herz geht!“
„Finde ich auch,“ stimmte Hans ihr zu, „was hältst du davon,
wenn wir mit der S-Bahn weiter bis nach Kalifornien fahren, am Strand ist es da jetzt auch sehr schön!“

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